Ja, ich weiß, dass ich lange weg war.
Ich bin generell weg. Meine Präsenz im Internet ist gleich null – um nicht zu sagen: im Minus.
Nicht selten habe ich eine Weile vor einem leeren virtuellen Blatt gesessen und mich gequält, irgendwie anzufangen. Schreiben ist das, was ich liebe; Schreiben ist das, womit ich mich beschäftige. Schreiben ist das, was mich glücklich macht und mir einen zusätzlichen Sinn gibt, wann immer ich nicht weiß, wo ich stehe und was ich tun soll. Und ich kann schon lange nicht mehr schreiben.
Dieses Jahr war und ist nach wie vor vollkommen turbulent. Allerlei ist passiert. Ob ich wirklich über alles davon schreiben will oder muss, bin ich mir selbst nicht sicher. Millionenmal habe ich mich dabei ertappt, wie ich an den Blog denke, wie ich schreiben möchte, wie mich das schlechte Gewissen nagt, dass ich nicht dazu komme. Und wenn dann doch ein paar Momente „freier“ Zeit kommen, wollen die Hände einfach nicht anfangen zu tippen, der Kopf ist vollkommen leer.
Jemanden zu motivieren bin ich momentan nicht in der Lage, weil ich beinahe täglich die Notwendigkeit – um nicht zu sagen den Kampf – spüre, mich selbst zu motivieren. Und mich hier über die zahllosen Umstände beklagen, die auf mich eindrücken, das will ich nicht – denn das bin nicht ich.
Ich bin nicht jemand, der jammert und klagt.
Deshalb bin ich auch weg. Deshalb ist es leichter, vieles auf ein physisches Blatt zu schreiben, es aus dem System zu bekommen, damit es nicht belastet – aber es dann in einer Schublade zu verschließen, damit es nie das Licht der Welt erblickt. Nicht nur für andere – auch ich selbst will das nicht wieder lesen.
Und nein – damit möchte ich nicht dazu aufrufen, Gefühle zu unterdrücken! Ich finde schlicht, dass niemand verpflichtet ist, die Probleme anderer ohne dringende Notwendigkeit anzuhören. Es gibt genug Negatives überall um uns herum, dass ich jetzt auch noch anfange zu jammern. Kommt nicht in Frage!
Wir alle haben Höhen und Tiefen – in der Stimmung wie im Leben. Manchmal muss man einfach wissen, wo die Grenze liegt zwischen dem, was jemandem helfen kann, und dem Jammern als solchem.
Wir sind gesund und wir sind zusammen. Das ist das Wichtigste.
Die Familie ist das Wichtigste. Und der Rest wird sich klären, denn wir klären alles gemeinsam.
Was ist eigentlich das Problem mit S-Mama?
Nein, es liegt nicht daran, dass ich zwei Jobs mache, an der Bürokratie und den sonstigen Wirrnissen – und schon gar nicht daran, dass ich trotz all dem eine wunderschöne Familie habe. Für das, was ich gerne mache, finde ich immer irgendwie Zeit. Das Problem ist ganz einfach:
Ich bin keine Studentin mehr. Und das hier ist ein Blog über das Studentenleben mit Familie – vor allem mit einem Kind.
Und jetzt? Soll ich die alten Zeiten Revue passieren lassen und all die anderen Themen aufgreifen, die ich rund ums Studium nicht geschafft habe? Soll ich mit dem Schreiben weitermachen, aber das Konzept des Blogs ändern?
Ich weiß es nicht, ich habe es noch nicht entschieden – und genau das beschäftigt mich.
Deshalb bitte ich euch um eure Hilfe
Es würde mir unbeschreiblich viel bedeuten, wenn ihr euch ein paar Minuten Zeit nehmt und mir in den Kommentaren oder per E-Mail eure „Wünsche“ für diesen Blog mitteilt. Soll S-Mama als (Ex-)Student-Mama weiterleben – oder soll ich mich stärker anderen Themen zuwenden? Was lest ihr hier am liebsten?
Das würde mir und meinem Team sehr viel bedeuten.
Ich möchte weiterhin schreiben – und damit ich das tun kann, brauche ich ein klares Bild davon, worüber.
Danke für eure Unterstützung und euer Verständnis.
Herzlich,
S-Mama


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