{"id":6770,"date":"2025-07-13T17:52:01","date_gmt":"2025-07-13T15:52:01","guid":{"rendered":"https:\/\/smama.blog\/?p=6770"},"modified":"2026-01-04T16:58:55","modified_gmt":"2026-01-04T15:58:55","slug":"der-fluss-ist-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smama.blog\/de\/der-fluss-ist-leben\/","title":{"rendered":"Der Fluss ist Leben"},"content":{"rendered":"<p>Der Fluss ist Leben.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde, warum <a href=\"https:\/\/smama.blog\/de\/ueber-den-blog\/\">Mima<\/a> und ich uns schon n\u00e4hergekommen sind, lange ehe wir Gef\u00fchle f\u00fcreinander entwickelten, war unsere gemeinsame Leidenschaft f\u00fcr Serien und Filme.<\/p>\n<p>Dieses geteilte Interesse schenkt uns nicht nur einen Moment der beruhigenden Distanz zur Welt um uns herum und einen Anlass f\u00fcr k\u00f6rperliche N\u00e4he unter einer Pl\u00fcschdecke.<\/p>\n<p>Das gemeinsame Erleben und Teilen kultureller Inhalte gibt uns stets neue Impulse f\u00fcr Gespr\u00e4chsthemen. Die Analyse von Symbolen und Erz\u00e4hlverl\u00e4ufen, mit Themen wie Liebe, Gl\u00fcck oder Grausamkeit, schenkt uns immer wieder neue Impulse \u2013 f\u00fcr Gespr\u00e4che wie auch f\u00fcr lebendige Diskussionen.<br \/>\n<strong>Denn im Gespr\u00e4ch entfaltet sich allm\u00e4hlich das, was uns wirklich verbindet.<\/strong><\/p>\n<h2>&#8222;Football is life&#8220;<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=dgnpC5PZUCA\">\u201eTed Lasso\u201c<\/a> geh\u00f6rt zu den Lieblingsserien in unserem gemeinsamen Repertoire.<\/p>\n<p>Nach all den ernsten Stoffen endlich eine Serie, die uns zum Lachen bringt \u2013 und das Herz leichter macht.<\/p>\n<p>In meinen Jugendjahren \u2013 aber auch noch sp\u00e4ter \u2013 war ich stark interessiert an dem, was in unserer westlichen Welt als <em>klassische Literatur<\/em> gilt.<\/p>\n<p>Heute kann ich klar sagen, dass mich diese Neigung in die <strong>d\u00fcstere Welt Dostojewskis<\/strong> und anderer Realisten gef\u00fchrt hat \u2013 und mein recht <strong>pessimistisches Weltbild auf fundamentale Weise gepr\u00e4gt hat.<\/strong><\/p>\n<p>So sehr, dass ich \u00fcberzeugt war, nur das sei es wert, gesehen, gelesen oder geh\u00f6rt zu werden, was einen \u201eernsten\u201c und dramatischen Ton tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Ein solcher Ton er\u00f6ffnet den Blick auf ein m\u00fchevolles und keineswegs leichtes Leben gew\u00f6hnlicher Menschen, die in einer grausamen Welt der M\u00e4chtigen ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen \u2013 jener M\u00e4chtigen, die sie unterdr\u00fccken und sich auf ihrem R\u00fccken bereichern.<\/p>\n<p>Mich interessierte also nur das, was die harte und traurige Seite der Wirklichkeit zeigt.<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe nicht verstanden, dass auch Lachen, Freude und ein heiterer Blick auf die Welt um uns herum zur Realit\u00e4t geh\u00f6ren \u2013 und zwar zur sch\u00f6neren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und dass Lachen ein gro\u00dfartiges Mittel ist, um gesellschaftliche Probleme anzusprechen und gerade jene der L\u00e4cherlichkeit preiszugeben, die sich selbst viel zu ernst nehmen.<\/p>\n<p>Einer der Protagonisten der Serie Ted Lasso, ein Mann aus S\u00fcdamerika, brachte uns immer wieder zum Lachen, weil er in den verschiedensten Situationen einen einfachen Satz sagte: \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FDFBG7_0H5I\">Fu\u00dfball ist Leben.\u201c<\/a><\/p>\n<p>Ob Fu\u00dfball nun wirklich Leben ist oder nicht, h\u00e4ngt wohl davon ab, ob \u2013 und in welchem Ma\u00df \u2013 man sich mit ihm besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche ist Fu\u00dfball die wichtigste Nebensache der Welt, f\u00fcr andere nur ein Anlass, sich zu entspannen und den Alltag hinter sich zu lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche bietet er willkommene Ablenkung, f\u00fcr andere ein Ventil, um aufgestaute Emotionen durch das Anfeuern loszuwerden.<br \/>\nUnd f\u00fcr manche wiederum ist er einfach nur Unsinn \u2013 etwas, in dem sie weder Sinn noch Wert erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fu\u00dfball ist Leben!<\/p>\n<h2>Der Fluss \u2013 eine Frage der Identit\u00e4t<\/h2>\n<blockquote><p>\u201eWas ist f\u00fcr dich Leben?\u201c, hat mich Mima einmal gefragt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Gefangen in der Welt der Serie, hat mich diese Frage im ersten Moment \u00fcberrascht \u2013 aber das Erste, was mir in den Sinn kam, war:<\/p>\n<p><strong>\u201eDu und Sofia \u2013 ihr seid mein Leben!\u201c<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Familie ist Leben.Ich glaube, als Kind sp\u00fcrt man so etwas nur \u2013 aber man versteht es nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Aber in meinem Leben gibt es noch etwas, das f\u00fcr mich Leben bedeutet. Etwas, das mir das Leben zur\u00fcckgegeben hat. Und das wurde mir ganz zuf\u00e4llig bewusst, als wir ein paar Monate sp\u00e4ter \u2013 zufrieden und ersch\u00f6pft \u2013 nach einer dreit\u00e4gigen Radtour am Zusammenfluss von drei Fl\u00fcssen in Passau sa\u00dfen: Inn, Donau und Ilz.<\/p>\n<p>Als ich auf die noch deutlich unterscheidbaren Farben des Inn und der Donau blickte, die sich erst hinter der Flussbiegung vollst\u00e4ndig mischen und vereinen, wurde mir klar:<\/p>\n<blockquote><p>F\u00fcr mich, der seine Kindheit am Fluss verbracht hat, ist auch der Fluss f\u00fcr mich ein lebendiger Ausdruck dessen, was Leben ist.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Er tr\u00e4gt nicht nur Leben in sich, sondern schenkt Leben all dem, was ihn umgibt.<\/strong><\/p>\n<p>Sein beruhigender Geruch \u2013 manchmal vermischt mit dem Duft von Schlamm, Fisch, B\u00e4umen und Gras \u2013 ist f\u00fcr immer in meinem Unterbewusstsein eingebrannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/smama_blog\/\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6776 size-large\" src=\"https:\/\/smama.blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/rsz_pxl_20230106_064620623-min-802x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"802\" height=\"1024\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob ich nun am Ufer sitze oder in meinem B\u00fcro an diesem Text arbeite \u2013 ich kann diesen Geruch klar vor mein inneres Auge rufen und ihn in meine Nase steigen lassen.<\/p>\n<p>In ihren oberen Flussl\u00e4ufen \u2013 jenen, die <a href=\"https:\/\/www.thalia.de\/shop\/home\/artikeldetails\/A1026884331\">Ivo Andri\u0107 in seinem Roman<\/a> beschrieben hat und wo ich die Jahre meiner fr\u00fchen Jugend verbrachte \u2013 ist die Drina schnell, wild, augengr\u00fcn.<\/p>\n<p>Trotz all der Sch\u00f6nheit, die ich dort gesehen habe, f\u00fchle ich mich bis heute tief mit ihrem Unterlauf verbunden \u2013 dort, wo ich meine Kindheit verbracht habe.<br \/>\nDort flie\u00dft sie tr\u00e4ger, tiefer und weniger leuchtend gr\u00fcn \u2013 vor allem deshalb, weil der Mensch versucht hat, sie zu z\u00e4hmen und f\u00fcr die dringend ben\u00f6tigte Stromerzeugung nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Mein Gro\u00dfvater erz\u00e4hlte mir oft mit Traurigkeit in der Stimme:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eAls das Wasserkraftwerk \u201958 gebaut wurde, wurden unsere zwei fruchtbarsten Felder am Fluss \u00fcberflutet. Der Staat hat uns das nie ersetzt. Dort habe ich das Vieh geh\u00fctet\u2026 Zwei gro\u00dfe Scheunen und Stallungen sind komplett unter Wasser verschwunden \u2013 wegen dieses Sees\u2026\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Es schien mir, als h\u00e4tte <strong>mein Gro\u00dfvater nie dar\u00fcber hinwegkommen k\u00f6nnen, dass der Fluss gez\u00e4hmt wurde<\/strong> \u2013 und dass wir dank dieser Z\u00e4hmung Strom in unserer Region hatten.<\/p>\n<p>Erst sp\u00e4ter begriff ich, dass seine Trauer daher r\u00fchrte, dass das beste St\u00fcck Land der Familie verloren gegangen war \u2013 ein harter Schlag f\u00fcr unsere ohnehin arme Familie.<\/p>\n<h2>Die Schatzsuche im Schlamm der Kindheit<\/h2>\n<p>F\u00fcr mich dagegen war das weitl\u00e4ufige Staubecken untrennbar mit dem Leben verbunden \u2013 es war mein Meer. Und in sich barg es weiterhin unz\u00e4hlige Geheimnisse.<\/p>\n<p>Wenn sich das Wasser in trockenen Sommern zur\u00fcckzog, machten sich mein Cousin Janko \u2013 der zugleich mein bester Freund war \u2013 und ich auf die Suche nach verborgenen Sch\u00e4tzen im rutschigen Schlamm.<\/p>\n<p>Neben Angelsachen \u2013 vor allem Schwimmern, Haken, Bleigewichten und gelegentlich einem K\u00f6der \u2013, die eigentlich unser prim\u00e4res Ziel waren, fanden wir auch eine gro\u00dfe Zahl an Vorh\u00e4ngeschl\u00f6ssern.<\/p>\n<p><strong>Diese \u00fcbrig gebliebenen Relikte der \u00fcberfluteten Scheunen, St\u00e4lle und Gehege erz\u00e4hlten mir die Geschichte der \u00dcberflutung.<\/strong><\/p>\n<p>Einer \u00dcberflutung, die meinem Gro\u00dfvater Kummer gebracht hatte \u2013 und mir Freude.<\/p>\n<p>Als ich das erste Mal eine ganze T\u00fcte voller dieser Schl\u00f6sser mit nach Hause brachte, sagte mein Vater mit einem Ton, der seinen eigentlichen Schrecken nur m\u00fchsam verbergen konnte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWas willst du damit? Wei\u00dft du nicht, dass sie das Gl\u00fcck der Menschen einschlie\u00dfen? Geh und wirf sie alle sofort wieder ins Wasser!\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Doch in jenen Jahren herrschte so viel Ungl\u00fcck in unserer Gegend, ein Landstrich, durchzogen vom Geruch des nahenden Krieges, als h\u00e4tte jeder mindestens drei Schl\u00f6sser aus der Drina gezogen.<\/p>\n<p>Widerwillig warf ich meine Beute zur\u00fcck ins Wasser und beklagte dabei all die M\u00fche, die ich mir beim Einsammeln gemacht hatte.<br \/>\nEines aber \u2013 <strong>ein besonders altes Schloss, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte \u2013 versteckte ich heimlich. <\/strong>Es war massiv, schwer, mit einem gro\u00dfen Schl\u00fcsselloch und einer wundersch\u00f6nen Form, die an ein Herz erinnerte.<\/p>\n<p>Ob es wohl mein Gl\u00fcck und mein Leben hatte einschlie\u00dfen wollen \u2013 ich wei\u00df es bis heute nicht&#8230;<\/p>\n<h2>Der Kampf mit der Tiefe und mit sich selbst<\/h2>\n<p>Das Umherwateln in seichten Uferzonen, das Stochern im Schlamm, das Angeln, das Spazierengehen und das H\u00fcten der Ziegen entlang der Drina \u2013 das alles geh\u00f6rte zu meinem Alltag.<\/p>\n<p>Schwimmen nicht.<\/p>\n<blockquote><p>So oft sah ich meinen Freunden mit einem Anflug von Traurigkeit zu, wie sie sorglos durchs Wasser glitten \u2013 und tr\u00e4umte davon, selbst eines Tages auf dem R\u00fccken treiben zu k\u00f6nnen, dem Wasser zu trotzen und in den Himmel \u00fcber mir zu blicken.<\/p><\/blockquote>\n<p>Oder unterzutauchen, um zu sehen, was sich in jener Tiefe verbirgt, die auch die Sommerd\u00fcrre nie ganz freigibt und die im Dunkel der Nacht g\u00e4nzlich unsichtbar bleibt.<\/p>\n<p>An diesen Kreislauf meiner Erfahrungen mit dem Schwimmen \u2013 oder besser: mit dem Leben im Wasser \u2013 musste ich denken, als ich einmal mit Freunden zu einer nahegelegenen Boje im Regensburger Badesee hinausgeschwommen war.<\/p>\n<p>Ich k\u00e4mpfte um meinen Atem, w\u00e4hrend ich versuchte, auf dem gespannten Seil zwischen zwei Bojen das Gleichgewicht zu halten. Ersch\u00f6pft fragte mich ein Freund, \u00fcberrascht \u00fcber meinen Zustand:<\/p>\n<p>\u201eIst es wirklich m\u00f6glich, dass du so wenig Kondition hast?\u201c<\/p>\n<p>\u201eKondition war nie meine St\u00e4rke\u201c, antwortete ich, \u201eaber ich glaube, diese M\u00fcdigkeit hat auch viel mit meiner <strong>Angst vor Wasser<\/strong> zu tun \u2013 ich bin n\u00e4mlich zweimal fast ertrunken.\u201c<\/p>\n<p>Und in diesem Moment sp\u00fcrte ich: <strong>Da sprach endlich die Wahrheit aus mir heraus.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Jahrelang hatte ich diese Angst verdr\u00e4ngt, wollte nicht zugeben, dass ich fast ertrunken war, dass ich nicht schwimmen konnte, dass ich auch heute noch kein guter Schwimmer bin und dass mir die Tiefe weiterhin Angst macht.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/smama_blog\/\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6781 size-large\" src=\"https:\/\/smama.blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/WhatsApp-Image-2025-07-06-at-00.01.41-min-1024x682.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schwimmen lernte ich erst, nachdem ich von der Drina weggezogen war \u2013 in einem st\u00e4dtischen Schwimmbad, das nicht tief genug war, um mich zu verschlingen oder auf den Grund zu ziehen.<\/p>\n<p>\u00dcberzeugt, dass ich nun endlich die Oberfl\u00e4che des Wassers beherrschte und dass mir der Fluss meiner Kindheit nichts mehr anhaben konnte, freute ich mich auf meinen ersten Besuch im Heimatdorf und aufs Baden mit meinen Freunden.<\/p>\n<p>Und gleich am ersten Tag, als ich die Nachbarin im Boot sah, wie sie sich zur Mitte des Drina-Sees aufmachte, wo bereits meine Freunde auf einer Sandbank versammelt waren, sprang ich ohne zu z\u00f6gern ins Wasser, um zu ihr zu schwimmen.<\/p>\n<p>Ich hatte mich \u00fcbersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>W\u00e4re sie mir nicht mit dem Boot entgegengekommen, um meinen Weg abzuk\u00fcrzen, h\u00e4tte ich es vermutlich nicht geschafft, sie zu erreichen. I<strong>ch zog mich mit zitternden Armen ins rettende Boot<\/strong> \u2013 und stieg an diesem Tag kein einziges Mal mehr ins Wasser, unter dem Vorwand, von der Reise zu ersch\u00f6pft zu sein.<\/p>\n<p>Bis heute sehe ich den Unglauben in den Augen der Menschen, wenn ich erz\u00e4hle, dass ich zweimal fast ertrunken bin \u2013 und insgesamt f\u00fcnfmal dem Tod nur knapp entkommen bin.<\/p>\n<p>\u201eWie kannst du \u00fcberhaupt noch am Leben sein?\u201c ist eine der h\u00e4ufigsten Fragen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch hatte wohl einfach Gl\u00fcck\u201c, antworte ich meist.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Doch dieses Gl\u00fcck hat einen Namen, einen K\u00f6rper, rettende H\u00e4nde \u2013 und einen festen Platz in meinem Ged\u00e4chtnis, f\u00fcr den Rest meines Lebens, wie lange er auch dauern mag.<\/strong><\/p>\n<p>An jene zwei Male, als das Wasser mich fast geholt h\u00e4tte, erinnere ich mich bis heute ganz genau.<br \/>\nIch erinnere mich besonders an die Situation, als unsere Nachbarin im Gespr\u00e4ch mit meinen Eltern beil\u00e4ufig sagte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEin Ertrinkender taucht drei Mal auf, bevor ihn das Wasser holt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Satz hat sich tief in mein Unterbewusstsein eingebrannt.<\/p>\n<p><strong>Drei Mal<\/strong> \u2013 das war der erste Gedanke, der mir beide Male durch den Kopf schoss, als ich unterging.<\/p>\n<p><strong>Ich z\u00e4hlte jedes Auftauchen<\/strong>, wie bei einem Duell, bei dem sich die Gegner langsam aufeinander zubewegen \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt dem Tod entgegen.<\/p>\n<p>Und noch heute zittern mir die Beine, wenn ich an diese drei Momente des Auftauchens denke.<\/p>\n<p>Der Kampf, sich aus dem Sog des Wassers zu befreien, das mich nach unten zog, und der Gedanke daran, wie viel Kraft mir wohl noch blieb \u2013 das ist es, was mir geblieben ist.<\/p>\n<p>Ob es lange dauerte? Ja \u2013 eine ganze Ewigkeit.<\/p>\n<h2>Stille, ein Paddel und die rote Linie der Rettung<\/h2>\n<p>Das erste Mal ertrank ich an dem Tag, den man bei uns im Dorf \u201e<strong>Saisoner\u00f6ffnung\u201c<\/strong> nannte.<\/p>\n<p>Meine Schwester und ich spielten unbeschwert auf einem Boot, das am Dorfufer unterhalb des Hauses unserer Nachbarin festgebunden war.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr, ob es Januar oder ein anderer Wintermonat war, aber ich erinnere mich, dass es kalt war und ich dick angezogen war.<\/p>\n<p>Als ich am \u00e4u\u00dfersten Ende des Boots stand, vorn\u00fcbergebeugt und ins Wasser blickte, zog meine Schwester es leicht zur Uferseite. D<strong>as Boot kippte \u2013 und ich machte wohl den besten Kopfsprung meines Lebens.<\/strong><\/p>\n<p>Schock und Angst durchfuhren mich.<\/p>\n<p>Reflexartig riss ich den Mund auf, um Luft zu holen \u2013 doch stattdessen str\u00f6mte Wasser in meine Lunge.<\/p>\n<p><strong>Unkontrolliertes, panisches Strampeln mit Armen und Beinen schleuderte mich kurz an die Oberfl\u00e4che<\/strong> \u2013 gerade lang genug, um nichts zu tun, nicht einmal nach meiner Schwester zu rufen.<\/p>\n<p>Dann zog mich das Wasser wieder in die Tiefe.<\/p>\n<p><strong>Das zweite Auftauchen<\/strong> kam mit dem Gedanken:<\/p>\n<blockquote><p>Noch einmal \u2013 und dann ist es vorbei.<\/p><\/blockquote>\n<p>Als ich zum dritten Mal mit der Nasenspitze \u00fcber die Wasseroberfl\u00e4che kam, wusste ich, dass meine Kraft f\u00fcr ein viertes Mal nicht reichen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Meine Kleidung hatte sich inzwischen vollgesogen, selbst der letzte Rest Hoffnung begann zu versinken.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich an eine alles durchdringende Verzweiflung:<\/p>\n<blockquote><p>Sollte das das Ende sein? War das der Moment, in dem das Leben einfach aufh\u00f6rt?<\/p><\/blockquote>\n<p>Und gerade in dem Moment, als ich begann, mich dem Wasser zu \u00fcberlassen, lie\u00df mich das Gl\u00fcck nicht im Stich \u2013 das Wasser spuckte mich aus.<\/p>\n<p><strong>Meine Schwester hatte endlich reagiert und mir ein Paddel entgegengestreckt,<\/strong> einen Stock mit einem abgebrochenen, grellroten Verkehrsschild daran.<\/p>\n<p>W\u00e4re da nicht dieser leuchtend rote Streifen auf dem Schildrest gewesen, h\u00e4tte ich ihn im tr\u00fcben Wasser vielleicht gar nicht gesehen, das mich bereits nach unten zog.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich auch an Jecas Stimme, die dumpf durch das Wasser zu mir drang:<\/p>\n<p>\u201eHalt dich am Paddel fest!\u201c<\/p>\n<p>Ich war w\u00fctend auf sie \u2013 dass es so lange gedauert hatte, bis sie reagierte. Aber heute wei\u00df ich: <strong>Was f\u00fcr mich wie eine Ewigkeit erschien, waren f\u00fcr sie wahrscheinlich nur Sekunden.<\/strong><\/p>\n<p>Wie ich ans Ufer kam, nach Hause ging und meine durchtr\u00e4nkte Winterkleidung auszog, das sehe ich heute wie aus der Perspektive eines Dritten.<\/p>\n<p>Als h\u00e4tte sich mein Geist vom K\u00f6rper gel\u00f6st und ihn begleitet, bis er wieder in ihn zur\u00fcckkehren konnte.<\/p>\n<p>Wir beide versuchten, die Kleidung schnell zu trocknen, damit unsere Eltern nichts bemerkten \u2013 aus Angst, wir k\u00f6nnten auch noch Schl\u00e4ge bekommen. <strong>F\u00fcr Angst war keine Zeit.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Ich war da. Ich hatte \u00fcberlebt. Das war das Einzige, was z\u00e4hlte.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/smama_blog\/\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-6784 size-large\" src=\"https:\/\/smama.blog\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/WhatsApp-Image-2025-07-06-at-00.01.44-min-1024x682.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Opa Vujo und die dritte rettende Hand<\/h2>\n<p>Das zweite Mal ertrank ich nicht zur Saisoner\u00f6ffnung, sondern <strong>mitten in der Saison<\/strong>. Ich erinnere mich an eine dr\u00fcckende Hitze und daran, dass all meine Freunde schon auf einer Sandbank im Fluss waren und badeten.<\/p>\n<p>Nachdem ich meine Aufgaben zu Hause erledigt hatte, lie\u00dfen mich meine Eltern endlich losziehen.<\/p>\n<p>Ich stand am Ufer, getrennt von der Sandbank durch einen l\u00e4ngst ausgehobenen Kanal. Zur\u00fcck nach Hause wollte ich nicht \u2013 nicht jetzt, wo ich endlich baden durfte.Ich rief und bat, dass jemand mit dem Boot her\u00fcberk\u00e4me \u2013 doch niemand reagierte.<\/p>\n<p>Fest entschlossen, nicht aufzugeben, entwickelte ich in meinem Kopf einen Plan: <strong>Da ich nicht schwimmen konnte, wollte ich den Kanal einfach unter Wasser durchqueren \u2013 zu Fu\u00df.<\/strong><\/p>\n<p>Dort dr\u00fcben begann bereits der seichte Bereich, dachte ich, und meine optimistische Einsch\u00e4tzung schien mir v\u00f6llig logisch.<\/p>\n<blockquote><p>Eine ziemlich geniale Idee \u2013 zumindest in meinem kindlichen Kopf, gef\u00fcttert von all den fantastischen Romanen, die ich gelesen hatte.<br \/>\nDoch meine brillante Idee erwies sich als v\u00f6llig katastrophal \u2013 schon nach dem ersten Schritt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kaum hatte ich den Fu\u00df ins Wasser gesetzt, rutschte ich auf dem schlammigen Boden aus, und mein ganzer K\u00f6rper glitt in die Tiefe.<\/p>\n<p>Das vertraute Szenario kehrte zur\u00fcck: einmal, zweimal, dreimal\u2026<\/p>\n<p>Und wieder war es eine rettende Hand, die mich packte.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich war Vujo da \u2013 ein \u00e4lterer Mann aus dem Dorf, der ganz in der N\u00e4he geangelt hatte, ohne dass ich ihn zuvor bemerkt hatte.<\/p>\n<p>Jedes Mal, wenn wir uns sp\u00e4ter begegneten, sagte er mit einem Schmunzeln:<\/p>\n<p>\u201eWei\u00dft du noch, wie du dich damals an meiner Hand festgekrallt hast? Ich dachte, du rei\u00dft sie mir ab, du kleiner Bengel!\u201c<\/p>\n<p>Ich musste also nach Hause zur\u00fcckkehren \u2013 fr\u00fcher als gewollt, aber immerhin lebendig.<\/p>\n<p>Diesmal erfuhren meine Eltern ziemlich schnell, was passiert war. Bis heute glaube ich, dass weder sie noch ich damals wirklich erfasst haben, wie dramatisch die Situation eigentlich war \u2013 sonst h\u00e4tten sie mich wohl streng bestraft.<\/p>\n<p><strong>Manchmal bekommt man eine Strafe, wenn man sie am wenigsten erwartet. Und manchmal bleibt man verschont, auch wenn man sie verdient h\u00e4tte.<\/strong><br \/>\n<strong>So dachte ich damals mit meinem kindlichen Verstand.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Heute denke ich: <strong>Kein Kind sollte geschlagen werden<\/strong> \u2013 erst recht nicht, weil es beinahe ertrunken ist.<\/p><\/blockquote>\n<p>Heute, wo ich schwimmen kann, schwimme ich nicht besonders gern.<\/p>\n<p>Ob ich so schnell erm\u00fcde, weil mir die k\u00f6rperliche Ausdauer fehlt oder weil mich die Angst wieder einholt \u2013 ich wei\u00df es selbst nicht.<br \/>\nWenn ich an jene zwei Male denke, als das Wasser mich fast geholt h\u00e4tte, erinnere ich mich vor allem an den Geschmack des Flusses, an Lungen, die sich mit Wasser f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Und doch versp\u00fcre ich keinen Widerstand gegen\u00fcber dem Wasser, gegen\u00fcber dem Fluss \u2013 ich bin nicht bereit, mich von seiner N\u00e4he zu verabschieden.<\/p>\n<p>Ich liebe ihn. Und ich liebe es, Zeit an seinem Ufer zu verbringen.<\/p>\n<p>Am Ende aber, auch wenn ich im Wasser beinahe mein Leben verloren h\u00e4tte \u2013 zweimal hat es mir das Leben gegeben und sich geweigert, es mir zu nehmen.<\/p>\n<p><strong>Ja, der Fluss ist f\u00fcr mich Leben \u2013 im w\u00f6rtlichen wie im \u00fcbertragenen Sinn.<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Und h\u00e4tte er es mir nicht zur\u00fcckgegeben, w\u00e4ren <a href=\"https:\/\/smama.blog\/de\/stay-at-home-mom-oder-karrierefrau\/\">Mima<\/a> und Sofia nie zu meinem Leben geworden.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>S-Papa<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fluss ist Leben.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":6776,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1002],"tags":[2206,2189,2191,2188,2187,2192,2199,989,2198,2204,2208,2190,2203,2195,843,2193,2209,2200,2202,2201,2210,2194,2207,2196,846,2205,2197],"class_list":["post-6770","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-s-papa","tag-angst","tag-angst-vor-wasser","tag-autobiografischer-essay","tag-beinahe-ertrinken","tag-der-fluss-ist-leben","tag-erinnerung-und-ueberleben","tag-erinnerungskultur","tag-familie","tag-familienerinnerungen","tag-fluss","tag-identitaet","tag-kindheit-am-fluss","tag-kindheitserinnerungen","tag-kindheitstrauma","tag-kurzgeschichte","tag-leben-und-identitaet","tag-literarische-prosa","tag-natur-und-identitaet","tag-persoenliche-erzaehlung","tag-praegende-kindheitserlebnisse","tag-s-tata","tag-symbolik-des-flusses","tag-ueberleben","tag-ueberleben-nach-ertrinken","tag-wachsen","tag-wasser","tag-wasser-und-angst"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.2 - 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